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28.08.2006
» Traurige Geschichten » Wer liebt mich?
NR
In meinem Kummer habe ich eine kleine Reihe an melancholischen Kurzgeschichten geschrieben, schreibe jetzt immernoch solche...
Freue mich nach wie vor über Kommentare.

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Ich sehe ihn, wie er da liegt.
So schön sieht er aus. Sein Kopf liegt zu mir gewendet, eine Strähne seines langen dunklen Haars fällt ihm ins Gesicht.
So friedlich. So schön …
Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es bequem ist, so wie er da liegt.
Die Arme auf dem Bauch, die Beine überkreuzt und den restlichen Oberkörper zu mir gewendet.
„Damit ich dich besser beobachten kann, wenn ich aufwache“, hat er gesagt, kurz bevor er einschlief.
Bei dem Anblick muss ich Lächeln. Wir waren lange wach, und auch mir sitzt die Müdigkeit im Nacken, aber trotzdem stehe ich des Öfteren vom Sofa auf, vorsichtig und leise, und gehe ein bisschen herum.
Innerlich bin ich richtig aufgescheucht. Am liebsten würde ich ihn wecken, aber ich bringe es nicht übers Herz, das zu tun – schließlich sah er ja so friedlich aus, wie er da lag.
Immerzu muss ich an seine Worte denken, die er mir gestern Nacht zugehaucht hat.
Dass er mich mag, mich schätzt. Dass ich nicht so bin wie die anderen Mädchen.
Mich freut das natürlich sehr, denn ich liebe ihn ja – seit dem ersten Augenblick, in dem ich ihn kennen lernte, ihn sah.
„Du bist süß …“ Das sagte er mir sehr oft, und es tat mir gut.
Sein Lächeln. So wunderbar, hat etwas Schüchternes an sich.
Er hat mir immer ganz tief in die Augen gesehen, ist mir durchs Haar gefahren.
Mein Haar war ganz verklebt vom Wasser, meine Schminke unter den Augen verlaufen.
Ich sehe aus wie eine Todesfee, aber er sagt: „Ich mag deine Haare. Sie sind schön,
so …“
Und ich mochte sein Haar, und das sagte ich ihm auch. Endlich jemand, der mich so sieht, wie ich bin …

… ZACK …


Alles ein Traum. Alles Vergangenheit, die mich so sehr schmerzt.
„Es war alles nur Spaß“, sagt er zu meiner Freundin.
Selbst sie versteht es nicht – denn wir hatten ja so viel miteinander unternommen, und er war auch so lieb zu mir …
Mein Herz schreit nach ihm! Es zerbricht, wegen ihm!
War es denn ein Fehler, zu lieben? Endlich wieder Gefühle gegenüber einem Menschen zu zeigen?!
Der Schmerz – unendlich tief sitzt er. Soweit dringt nicht einmal das Messer vor, dessen Klinge sich in meinen Arm bohrt.
Seinen Namen schneide ich hinein, und salzige Tränen fallen auf die blutigen Buchstaben.
So viel habe ich ihm über mich erzählt, mich ihm geöffnet.
Ich fühle mich nackt. Einsam.
Kein Tag vergeht, an dem ich nicht an ihn denken muss.
Auf meinem Gesicht sitzt eine lachende Maske, die mein trauriges Gesicht verbergen soll.
Mein Leben ist noch jung, ja. Und trotzdem führt mich mein Weg zu der Schublade, in der die starken Schlaftabletten meiner Großmutter lagern.
Das Päckchen fällt leer auf den Boden. Noch einmal blicke ich mich um, sauge den Duft des Lebens ein, sehe mir die plötzlich schillernden Farben an, die überall liegen.
Dann wird mir schlecht, und ich bin müde, so müde …
alles lesen | 5 Kommentare | *Hermine* | emma14@web.de
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