Login/Registrierung

Archiv 1

Archiv 2

 

Die besten Geschichten unserer Kidswebautoren - auch Du kannst Kidswebautor werden. Registriere Dich noch heute!

NewsArchive  

  Login für Webautoren

Kurzübersicht
18.08.2021
» Abenteuer » Nings Kanufahrt
NR 375
Es war ein angenehm kühler Sonntagmorgen als Ning, ihr Grossvater und ihre Grossmutter aufwachten. Der Wecker klingelte bei allen um 6:00Uhr, denn sie mussten früh aufbrechen um noch ein paar Fische angeln zu können. Nings Grossvater bereitete gerade das Frühstück vor, als Nings Handy klingelte. Sie ging ran, während sie sich fragte wer denn um 6:34 am Morgen anrufe. Es war ihre Freundin Lina, die auch beim Kanufahren dabei sein sollte. Sie nahm ab und fragte: "Hallo, Lina was ist denn?" "Lina
  alles lesen | 0 Kommentare

 

Details
News pro Seite: [2]
|<< -10 Zurueck 1 2 3 [4] 5 6 7 Weiter +10 >>|
07.08.2007
» Phantasie-Geschichten » The mysterious Forest!
NR 32
Ich hatte einen Alptraum und wachte auf. Aber ich stellte fest, dass der Alptraum Wirklichkeit war. Ich lag mitten in einem Wald! Ich hatte geträumt, dass ich in diesen Wald gelaufen war. Doch es ist schien mir, als sei alles real. Ich stand auf und schaute mich um. Nirgends etwas zu sehen, es gab nur Pflanzen um mich.Eine dünne Nebelschicht schwebte über den Boden. Aber wie kam ich hier her? Ich schüttelte meinen ganzen Körper, ob ich nicht doch in meinem Bett auswachen würde. Aber es blieb dabei, ich war irgendwie in diesen Wald gekommen und jetzt wusste ich nicht, was ich nun tun sollte. Plötzlich hörte ich ein Rascheln. Ich erblickte einen kleinen Busch, der sich bewegte. Was das wohl ist?, fragte ich mich. Langsam bekam ich Angst. Das Rascheln hörte auf. Ein stockfinsterer Schatten kam hinter dem Busch hervor und sprang wieder tiefer in den Wald ein. Ich fragte mich, was das war? Irgend ein Tier, vielleicht ein Bär? Doch der Schatten war dafür zu klein gewesen. Wieder unterbrach etwas meine Gedanken. Ich bemerkte erst jetzt, wie still es hier in diesem Wald war. Es fühlte sich an, als wäre die Zeit stehen geblieben. Nun beschloss ich einen Weg oder etwas ähnliches zu finden. Mir war der Wald nicht geheuer. Als ich mich durch den dick bepflanzten Wald zwängte, meinte ich immer, dass mich jemand verfolgen würde. Doch es war nur mein eigener Schatten, der ab und zu auf einen mächtigen Baum fiel. Ab und zu hörte ich ein Rufen einer Krähe. Ein paar Schritte von mir entfernt sah ich eine kleine Lichtung, die von Tageslicht erläuchtet wurde. Also nahm ich an, dass es Mittag war. Ich wollte mir einen Überblick verschaffen. Darum versuchte ich an einem Baum, der am Rande dieser Lichtung stand, hochzuklettern. Es brauchte viel Geduld, bis ich es dann endlich geschafft hatte, so hoch wie möglich hinaufzuklettern. Ich konnte es kaum glauben. Von hier oben hatte man die Aussicht auf den ganzen Wald. Wobei ich nicht erkennen konnte, wo er aufhörte. Es schien, als sei er unendlich lang. Die erste Träne kullerte mir über die Wange. Was sollte das? Wo war ich? Und was sollte ich jetzt tun?, fragte ich mich die ganze Zeit.
Als ich wieder festen Boden unter den Füssen hatte, beschloss ich, weiter in den Wald zu gehen. Vielleicht passiert ja ein Wunder, dass wäre heute jedenfalls nicht das erste Mal. An einem kleinen Bach wusch ich mir meine Hände und mein Gesicht. War das eine schöne Erfrischung! Als ich gerade auch noch ein Schluck trinken wollte, weil das Wasser sehr sauber aussah, erkannte ich im Wasser das Spiegelbild eines Wolfes. Ich erschrak und blickte hoch. Tatsächlich, auf der anderen Seite des Baches stand ein Wolf und sah mich an. Ich zitterte, aber eigentlich sagte man doch, dass Wölfe Angst vor Menschen haben. Dieser jedenfalls nicht. Er stand immer noch da und sah mich mit seinen grünen Augen an. Dann nickte er mit den Kopf, drehte sich um und lief davon. Komisch, dachte ich. Ich lief dann in die Richtung weiter, wo ich den Wolf das letzte Mal gesehen habe. Nach einiger Zeit gab ich die Hoffnung auf, den Wolf noch zu finden. Ich machte mir Vorwürfe, wieso ich dem Wolf nicht schon früher gefolgt war. Ich war sehr müde und erschöpft. Darum suchte ich mir einen geeigneten Schlafplatz. Ich fand einen mit Moos bedeckten Platz an einem Baum. Dort schlief ich dann auch schon bald ein.
Am nächsten Morgen musste mir erst einmal klar werden, dass ich immer noch in diesem sonderbaren Wald war. Es lag wieder eine dünne Nebelschicht in der Luft, aber die Luft war irgendwie wärmer als gestern. Mein heutiges Ziel war, diesen Wolf zu finden. Denn mein Gefühl mir, dass ich ihn finden müsste. Nach ein paar Minuten Laufzeit war mir klar, dass dieser Wolf mich verfolgte. Denn plötzlich stand er hinter mir. Ich erkannte ihn sofort an seinen leuchtend grünen Augen. Er sprang davon und ich hinterher. Ich musste sehr aufpassen, dass ich nicht hinfiel, was sehr schwer war bei all den Büschen und Sträuchern. Als ich ganz ausser Atem war, blieb der Wolf plötzlich stehen, ging dann aber mit einem langsamen Tempo weiter. Ich weiss nicht wie lange ich ihm nachgegangen bin, mir kam es aber sehr lange vor. Dann endlich blieb er wieder stehen. Wir standen von einer grossen Höhle. Da erblickte ich noch andere Wölfe, die um die Höhle schlichen. Und dann stand ich auch schon wieder alleine da. Bis eine kleine Gestalt aus der Höhle trat. Ich war sehr verblüfft, als ich das Mädchen vor mir sah. „Du keine Angst haben musst“, sagte sie in einem gebrochenen Deutsch, „Ich Freund und ich weiss dass du auch Freund bist!“ Sie bat mich mit in die Höhle zu kommen. Ich zögerte zuerst, aber dann packte sie mich und zog mich in die Höhle. Ich setzte mich auf einen Stein und betrachtete die Höhle. An einer Seite hatte es ein kleines Loch, darum war es auch so erstaunlich hell. Auf dem Boden hat sie verschiedene Behälter gestapelt. Die waren wahrscheinlich alle selber gemacht. Wie machte sie das? Und aus was ist das? Sie gab mir ein Schälchen mit Flüssigkeit drin, von der ich nicht sagen konnte, was sie war. Sie meinte „Trink, das habe ich selber gemacht!“ Vorsichtig versuchte ich ein Schluck. Es war erstaunlich lecker. Er roch nach verschiedenen Kräutern und Gewürzen. „Wer bist du? Und wieso weißt du das ich ein Freund bin?!“, fragte ich neugierig. „Ich heisse Leila und ich lebe hier mit meinen Wölfen.“, sagte sie, „Tundra hast du ja schon bereits kennen gelernt!“ Sie lächelte. „Wieso hat Tundra mich verfolgt?“ fragte ich weiter. „Ich merkte, dass sich ein Mensch im Wald aufhielt, und da habe ich sie geschickt um dich zu beobachten.“, meinte sie. Sie stand auf und ging aus der Höhle. Ich folgte ihr. Leila trug ein leichtes braunes Kleid, und hatte lange schwarze Haare. „Ich habe mich mit meinen Wölfen angefreundet. Sie sind mein ein und alles! Ohne sie hätte ich das alles nicht geschafft.“, erklärte sie mir, „Das hier ist Kongo und das dort drüben ist der älteste, ich nenne ihn Papyrus.“, sagte sie und zeigte auf die Wölfe. Lange schaute sie noch auf ihre Tiere. Ich sah wie sich Tränenflüssigkeit in ihren Augen sammelte. Plötzlich drehte sie sich zu mir und fragte ob ich Hunger hatte. Da konnte ich nicht nein sagen, weil ich sehr großen Hunger hatte, da ich ja seit einem Tag nichts gegessen hatte. Aber das hatte ich bei dieser Aufregung gar nicht bemerkt. Sie befahl mir hier zu warten und verschwand wieder in der Höhle. Nach ein paar Minuten kam sie mit 2 Schälchen wieder nach draussen. Wir setzten und vor die Höhle. „ Was ist das?“, fragte ich kritisch und betrachtete das Zermanschte in meinem Schälchen. „ Iss es einfach, es wird dir gut tun!“, meinte sie. Und tatsächlich war der Brei gar nicht so schlecht. Ich mochte ihn wirklich. Währenddem wir aßen, fragte ich sie nichts mehr. Ich hatte zwar sehr viele Fragen an sie, aber ich hielt es für besser, sie erst mal nichts mehr zu fragen, nachdem ich ihre fast weinenden Augen gesehen hatte. In der Höhle bereitete sie mein Bett vor. Ich schlief eigentlich sehr gut auf dem weichen Moos und den Blättern, die sie als Bett benutzte. Aber ich konnte trotzdem nicht schnell einschlafen. Tausende von Fragen schwirrten in meinem Kopf herum, die ich nicht beantworten konnte. Am nächsten Morgen wollte sie mir den Wald zeigen. Ich war immer noch völlig verblüfft, wieso sie mich einfach so als Freund aufnahm und mich am Überleben halten will. Sie zeigte mir die ganze Umgebung der Höhle. Der Wald entpuppte sich langsam von einem geheimnisvollen Wald zu einem kleinen Paradies. Das einzige das ich noch geheimnisvoll fand war Leila selbst. Wer ist sie? Und woher ist sie in diesen Wald gekommen? Meine Gefühle waren total durcheinander. Einerseits finde ich es wunderschön mit ihr hier im Wald zu leben, aber andererseits wusste man ja nie, was aus ihr noch werden konnte. Nachdem ich in diesem Wald gelandet war, traute ich dem alles zu. Ich machte noch einen Anlauf und fragte Leila woher sie kam und woher sie alles über diesen Wald wusste. Darauf antwortete sie aber nur, dass das nicht wichtig sei. Wieso? Für mich war das sehr wichtig! In der Nacht wachte ich auf. Ich konnte nicht schlafen. Das alles war mir einfach zu viel. Ich lag plötzlich in einem Wald, von dem ich mich fürchtete, traf dann immer wieder auf einen Wolf, der zu einer Leila gehört und diese Leila behandelt mich zwar wie ein Freund, verhält sich aber sehr merkwürdig und will unerkannt bleiben! Aber dann nahm ich all meinen Mut zusammen und trat aus der Höhle. Das war das erste Mal, dass ich wieder Angst vor dem Wald hatte. Mit Leila fühlte ich mich sicher, doch sie war nicht hier. Vor mir lag der dunkle Wald. Da bemerkte ich hinter mir, dass ein Wolf aufwachte und mich erblickte. Es war Tundra. Ich rannte einfach los, quer durch den Wald. Ich hörte Wolfgejaule und Fledermäuse schwirrten bei meinem Kopf vorbei, aber ich rannte einfach weiter. Mir war alles egal. Dornsträucher rissen meine Kleidung auf und ich stolperte mehrere Male. Alles war mir egal ich rannte einfach weiter. Irgendwo muss der Wald doch aufhören, sagte ich mir immer. Doch ich hatte Unrecht. Der Wald, in dem ich gefangen war, war wirklich unendlich! Plötzlich stürzte ich und fiel in eine Erdvertiefung. Ich war so erschöpft, dass ich einfach regungslos liegen blieb. Langsam öffnete ich die Augen. Und merkte, dass ich wieder in der Höhle lag. „Was machst du auch für Dummheiten, ich habe dir doch gesagt, dass der Wald nicht ungefährlich ist“, hörte ich Leila sagen, die neben mir saß und meinen Arm beobachtete. Er tat höllisch weh. Ich hatte in wahrscheinlich irgendwo angeschlagen und meine Beine waren von den vielen Sträuchern zerkratzt. Leila strich den Arm mit irgendeiner Kräuterheilung ein und machte aus ganz feiner Rinde eine Art Verband. Ich setzte mich auf und schaute ihr in die Augen. Plötzlich sagte sie, „Hier, das schenke ich dir!“ und streckte mir eine Kette hin. Ich nahm sie zögernd entgegen und sah, dass es ein türkisen Stein war, der an einer schwarzen Schnur hing. Meine Augen weiteten sich. Ich erschrak, als ich merkte, dass ich auf meinem Bett lag. In meiner Hand spürte ich den Stein und mein Arm schmerzte immer noch sehr. Mein Herz pochte so schnell wie noch nie. Wie konnte das möglich sein? Vorher saß ich gerade noch in der Höhle von Leila und jetzt lag ich wieder in meiner Wohnung. Ich war mir ganz sicher, dass ich das alles nicht geträumt hatte. Sonst hätte mir der Arm nicht mehr geschmerzt und den Stein hielt ich auch immer noch in der Hand. Ich setze mich auf und betrachtete den Stein. Ich konnte es kaum glauben, als ich das geheimnisvolle Gesicht von Leila im Stein sah, das mir zulächelte.
alles lesen | 0 Kommentare | Sarah | sarah.haras@bluemail.ch
24.08.2006
» Phantasie-Geschichten » Tyra - Rache ist zuckersüß...
NR 31
Tyra - Rache ist zuckersüß...


„Tyra! Tyra, verdammt nochmal wo bist du?!“ Eine Junge Elbenfrau lief rufend durch die kämpfende Menge. Scheinbar suchte sie ihre Tochter, Tyra. Während alle im Dorf schliefen waren Orks eingefallen. Überall kämpften junge Elbenmänner gegen die Orks. Elbinnen war es verboten auch nur eine Waffe in die Hand zu nehmen oder gar eine Kampfsportart zu lernen. Die Mädchen, Frauen und alten Leute liefen bereits in alle Himmelsrichtungen davon, doch Cilia, die junge Mutter von Tyra, lief immer noch suchend durch die Gegend. Plötzlich schrie Cilia´s Vater: „Lauf Cilia! Ich hab Sie! Bring dich in Sicherheit!“ In diesem Moment hörte man nur ein Sirren und in diesem Moment fiel Cilia um, getroffen von einem Pfeil. Tyras Großvater schnappte seine Enkelin und rannte davon.





1 Woche später...

Nach dem Ork-Überfall



„....das arme Mädchen.....Vor einem Jahr ihr Vater und nun das...“ Die Leute auf der Gedenkfeier tuschelten angeregt und überlegten

wem Tyra wohl am meisten Leid tat. Tyra stand nur ein paar Meter weiter weg und blickte gebannt auf die Gedenkfeuer. Ihr

Großvater stand neben ihr und legte ihr die Hand auf die Schulter. Tyra verlor mit 8 ihren Vater und mit 9 nun ihre Mutter.

Sie waren sich nicht sicher ob ihre Mutter tot war. Die Orks hatten alle Verwundeten mitgenommen, und Gefangene

machten sie auch. Fast alle waren sich sicher das Cilia tot war, man fand wenige Meilen entfernt ihre Sachen und keiner

hatte die Hoffnung sie irgendwann lebend wieder zu finden.

Langsam zerstreute sich die Menschenmenge um die Gedenkfeuer und auch Tyras Großvater wollte nun langsam

abschließen und gehen. Doch Tyra stand wie angewurzelt da und starrte immer noch voller Hass auf die Feuer. Nephius, ihr

Großvater, war über den Hass in ihren Augen entsetzt, doch was sie als nächstes sagte verpasste ihm einen Schock: „Lehre mich

das Kämpfen.“Das war alles... „Was?“ Die Stimme versagte ihm fast. “Ich sagte lehre mich das kämpfen!” “Aber Tyra das geht

nicht! Frauen und Mädchen ist es nicht erlaubt zu kämpfen!“ „Das ist mir egal....Ich will Rache....!“ „Tyra, du bist erst 9!“ „Was

macht das für einen Unterschied? Ich kann so nicht leben! Lehre es mir, ich bitte Dich!“ Nephius, nun nachdenklich geworden,

nahm Tyra in den Arm, dann gingen sie nach Haus.



6 Jahre später....





„Los komm doch! Ich bin bereit!“ Tyra´s Training hatte sich bezahlt gemacht. Keine Woche nach der Gedenkfeier begann Nephius

Sie zu unterrichten. In diesen 6 Jahren wurde sie Meisterin des Bogenschießens und Stockkampf. Sie verbrachte ihre Freizeit im

Wald auf einer Lichtung und übte ihre Konzentration. Langsam brach die Nacht über Nephius und Tyra herein und sie machten sich

auf den Heimweg. „Du machst große Fortschritte, Tyra, lange dauert es nicht mehr dann bist du bald besser als manch ein anderer

Krieger hier.“, sagte Nephius mit hörbarem Stolz in der Stimme. „Ach was...“ Tyra war sichtlich verlegen. Zu Hause angekommen

gingen beide schlafen.

In der zwischenzeit lag eine beruhigende Stille über Ivicia, dem Heimatdorf von Tyra und Nephius. Nachdem

die Orks abgezogen waren, bauten alle das Dorf gemeinsam wieder auf. Die sanfte Stille der Nacht, wurde für Tyra jäh unterbrochen

als Itu, ihr kleiner geflügelter Kater, auf ihr Bett sprang und sie aus dem Schlaf riss. Wild miauend trampelte er so lange auf Tyra

herum bis diese sich endlich aufrichtete, und schlaftrunken die Augen aufmachte.

„Mensch Itu...was ist denn los...es sind nur noch 4 Stunden bis Sonnenaufgang und die will ich eigentlich gerne schlafend verbringen, morgen wird ein anstrengender Tag.

Großvater hat gesagt er stellt mir morgen diesen eingebildeten Kerl aus dem Nachbardorf vor, von dem ich angeblich etwas lernen soll...Jetzt gib doch endlich Ruhe!“ Itu, etwas gekränkt, legte sich mit einem leisen vorwurfsvollen „Miau!“ ans Bettende.

Was Tyra nicht bemerkt hatte, bis vor ein paar Minuten wurde sie durchs Fenster beobachtet. Leise murmelte sie noch: „Wie soll ich von Enoir etwas lernen...eingebildeter Schnösel....!“ Der Schatten der seit über eine Stunde vor dem Fenster saß, entschwebte nun langsam nach Norden hin, doch nicht ohne noch einen letzten Blick zurückzuwerfen.

Am nächsten Morgen, oder 4 Stunden später, wachte Tyra, noch etwas erledigt, aus ihren seltsamen Träumen auf. Bevor sie ihr Zimmer verließ gab sie Itu noch einen kleinen Klaps, der dann vergnügt hinter ihr hertrottete.

Normalerweise konnten geflügelte Katzen und Kater auch fliegen, aber Itu war ein Angsthase und dachte nicht einmal im Traum daran auch nur mit den kleinen Flügeln zu schlagen.

Tyra zog sich einen kurzen Lederrock und ein aus Fell bestehendes Oberteil an und lief langsam Richtung Bach. Auf dem Weg bekam sie von einem kleinen Mädchen noch einen Apfel in die Hand gedrückt. Beim Bach angekommen wusch sie sich ihr Gesicht und ließ die Füße ins Wasser baumeln. Als sie hinter sich Schritte hörte, fuhr sie erschreckt hoch und drehte sich um.

Nephius lachte angesichts der erschrockenen Miene von Tyra sagte jedoch dann: „Los komm...Enoir wartet bestimmt schon...“ Zusammen überquerten sie den Bach und stiegen durch eine kleine Senke, denn auf der anderen Seite war eine kleine, von Büschen umgebene Lichtung wo sie sich mit Enoir verabrédet hatten. „Und du meinst wirklich ich kann von diesem...Schnösel...etwas lernen?!“, fragte Tyra mit hörbarem Wiederwillen in der Stimme.

„Ja, das glaube ich. Und hör auf ihn Schnösel zu nennen! Ich habe dich zu nachlässig aufgezogen, Mädchen haben sich zu benehmen und nicht frech zu sein!“, Nephius konnte ein Lächeln jedoch nicht unterdrücken.

Auf der Lichtung wartete Enoir bereits.

Dort stand er, mir seinen langen blonden Haaren und einem Blick, als wäre er der letzte Überlebende einer schrecklichen Schlacht. Als er Tyra erblickte änderte sich seine Miene jedoch schlagartig und nun glich sein Blick dem eines liebestollen Dackels. Tyra senkte den Blick und wünschte sich einfach nur noch weit weg.

Sie konnte Enoir nicht leiden allerdings wollte sie ihren Großvater nicht kränken, also hatte sie dem Treffen zugestimmt. „Guten Morgen Enoir!“, grüßte Nephius höflich. „ Schön das du Zeit für uns hast.“ „Aber immer doch. Außerdem, wenn um so etwas wichtiges geht wie die Verteidigung einer schönen Elbin, er verbeugte sich kurz vor Tyra, ist immer Zeit.“

Tyra hätte ihm am liebsten eine geklebt. „Also ihr zwei, dann geh ich mal wieder. Tyra du bist spätestens bei Sonnenuntergang wieder hier, in Ordnung?“ Tyra starrte Nephius mit einem klagvollen Blick an und meinte dann mit etwas zerknirschter Laune : „In Ordnung......“ Nach diesen Worten ging Nephius mit eiligen Schritten zurück in Richtung Dorf.

Nun waren Enoir und Tyra alleine. „....und was willst du denn von mir lernen?“, unterbrach Enoir die Stille. Tyra war sichtlich überrascht das er ihr nicht gleich versucht hatte an die Wäsche zu gehen, antwortete aber: „Um ehrlich zu sein, Ich habe keinen blassen Schimmer.“ Enoir schaute Tyra mit einem, etwas mitleidigem Blick an und warf ihr einen Stock zu.

Es war nicht zu übersehen das er glaubte Tyra habe keine Ahnung. Doch er hatte sich zu früh gefreut. „Los greif mich einfach mal an!“,rief Enoir gerade zu strotzend von Selbstüberschätzung. Das ließ sich Tyra nicht zweimal sagen. Mit einer schnellen Bewegung und ein bisschen Beinarbeit hatte sie Enoir bereits auf den Rücken gelegt.

Enoir schien etwas geschockt, gewann seine Eitelkeit aber schnell wieder und sagte nur: „Anfängerglück!“ Und schon ging es weiter. Doch keine Minute später lag er schon wieder flach. Nach einer Stunde hatte er schließlich die Nase voll und sein Dackelähnlicher Blick setzte wieder ein als er seinen Stab wegschmiss, Tyra an sich zog und hauchte: „....wie wäre es wenn wir uns es etwas gemütlich machen?“ Doch Tyra hatte so etwas erwartet. Mit einem geschickten Tritt in Enoirs bestes Stück befreite sie sich und sagte: „Und ich soll was von dir lernen du Lustmolch? Das Ich nicht lache!“

Total genervt ging Tyra zurück ins Dorf. „Tyra? Was machst du schon hier?“,

Nephius der gerade Früchte sammelte wunderte sich das Tyra schon wieder zurück war. „Dieses Ekel hat mich voll angeschmachtet.....wiederlich....er meinte ob wir es uns gemütlich machen wollen....und lernen kann ich von dem doch auch nix!“ Mit diesen Worten lief Tyra in ihr Zimmer.

Erschöpft ließ sie sich auf ihr Bett fallen und lange dauerte es nicht da war auch Itu wieder mit seinem Lieblingsspiel beschäftigt: Bergsteigen auf Tyra. Eine Zeit lang ließ Tyra sich das gefallen, aber nach einer viertel Stunde hatte auch sie genug. Sie kramte ihre Zeichensachen unter ihrem Bett hervor und machte sich auf den Weg zum Bach.

Unterwegs sagte sie Nephius noch kurz wo sie war, dann schwang sie sich am Bach auf einen Baum und begann zu zeichnen.

Alles mögliche: Pflanzen, Tiere ein paar Elbenkinderchen die im Bach ihre Füße badeten. Sie zeichnete gern und das sah man ihren Werken auch an.

Nach etwa einer Stunde hörte Tyra auf einmal Gemurmel auf sich zukommen.

Unter ihr standen ein paar ihrer Nachbarn. „Tyra? Tyra...wir....also...könntest du mal runterkommen?“

Tyra, nichts gutes ahnend sprang den Baum herunter und starrte reihum in die Gesichter: „Was ist los?“

Plötzlich ergriff einer der älteren Anwesenden das Wort : „...Tyra....also.....Nephius“

„WAS IST MIT GROßVATER?!“

„....er entfernte sich zu weit vom Dorf....er wurde von Orks überfallen....er wurde schwer verwundet...er möchte dich sehn....“

Das ließ sich Tyra nicht zweimal sagen.

So schnell sie konnte rannte sie zurück ins Dorf. Wie konnte das sein?! Keine Stunde zuvor hatte sie doch noch mit ihm geredet! Als sie das Dorf erreicht hatte empfingen sie bereits viele trauernde Gesichter. Sie stieß die Tür zum Krankenraum auf und sah Nephius,der bereits mit seinen Kräften am Ende war, auf einem der Betten liegen.

Langsam lief sie zu ihm und hielt seine Hand. „T- Tyra? ....Ich hatte gehofft dich noch einmal zu sehen bevor ich gehe....“

„Nein! Du wirst nicht gehen! Das darfst du nicht! Lass mich bitte nicht allein! Ich brauch dich doch! Du schaffst das! Ich- Ich- ......“, doch Tyra versagte die Stimme und sie fing an zu weinen.

„Hör auf zu weinen Kind...“, sprach Nephius. „Davon wird es doch auch nicht besser....meine Zeit ist gekommen und daran lässt sich nichts ändern....ich bin alt Tyra, und früher oder später wäre ich sowieso gegangen.....“, langsam wurde auch Nephius´Stimme schwächer.

„Ich bin sehr stolz auf dich....du bist stark und hast noch eine große Zukunft vor dir....“

„Was ist das denn für eine Zukunft ohne dich!?“, sagte Tyra mit leiser Stimme. „Ich hab dich lieb Tyra! Vergiss das bitte nicht....“ Und mit diesen Worten fielen Nephius sanft die Augen zu.

Tyra saß noch bis tief in die Nacht weinend an seinem Bett und hielt seine Hand, bis sie vor lauter Weinen einschlief.

Einer der Dorfältesten brachte sie nach Hause.

Als der Vollmond hell in Tyras Zimmer schien, schlug sie langsam die Augen auf. Ein Hass durchströmte sie, wie sie ihn noch nie verspürt hatte. Sie setzte sich auf und packte ihre Sachen. Nichts ließ sie da. Sie legte sich ihren schwarzen Kapuzenmantel über und lief aus dem Haus. Itu trippelte leise hinter ihr her. Ihre ganze Familie hatte sie durch Jikaro´s Orks verloren.

Sie spürte es.

Die Zeit ihrer Rache war gekommen.









Es war ein Tag wie jeder andere. Der Wächter am Haupttor zu Arencan, einer kleinen Stadt am Fluss Damara, saß dösend auf seinem Posten. Schon seit dem frühen Morgen war keiner in das Dorf gekommen und keiner hatte es verlassen. Langsam aber sicher legte sich eine samtene Wärme über das Dorf und der Himmel färbte sich abendrot. Ein laues Lüftchen wehte und fast alle Bewohner waren bereits in ihren Häusern und nur noch hier und da spielten ein paar Kinder auf den wenig befahrenen Straßen. Der Wächter gähnte herzhaft und als sich eine halbe Stunde später der blasse Mond am Himmel zeigte klopfte es auf einmal am Tor. Der erschreckte Wächter hechtete zur kleinen Klappe, durch die man die Gäste begutachten konnte, und erblickte das wunderbarste Geschöpf das er je gesehen hatte. Sie strahlte förmlich in dieser nebligen Sommernacht und strahlte etwas unfassbares aus. Er hatte von solchen Wesen gehört doch hatte bis zu diesem Augenblick noch keines gesehn. Das musste eine der sagenumwogenden Nachtelbinnen sein. Sie trug einen schwarzen Kapuzenmantel und auf ihrem Arm saß ein kleiner geflügelter Kater, der behaglich schnurrte. Sie hatte langes Platinblondes Haar und große blaue Augen. Sie schien müde zu sein deswegen überwand er seine Überraschung und Neugier und fragte: „Guten Abend die Dame.Wo geht’s denn hin und was sind ihre Absichten?“ Die Elbin antwortete: „Ich weiß momentan selbst nicht so genau wo Ich hin will und meine Absichten sind meine Angelegenheit. Ich möchte hier lediglich ein paar Tage übernachten. Mehr brauchen sie nicht zu wissen.“ „Ja, natürlich. Entschuldigen sie bitte. Es sind nur sehr unsichere Zeiten, kommen sie herein. Die Gaststätte ist dort drüben. Sie heißt Damara, wie der Fluss hier in der Nähe. Einen schönen Aufenthalt wünsche Ich und eine gute Nacht!“ „Danke sehr. Ihnen ebenfals eine gute Nacht!“, und mit diesen Worten entschwebte sie Richtung Gaststätte.



Tyra war froh darüber, ohne Probleme, ins Dorf zu kommen. Nicht jedes Dorf gewährte Fremden in dieser Zeit einlass. Tyra lief Richtung Gaststätte wärend Itu auf ihrem Arm langsam einschlief. Er war die letzten tage durchgehend wach und hatte sich eine Mütze Schlaf verdient. Beim Gasthaus angekommen klopfte sie und trat ein. Der bärtige Wirt trat auf Tyra zu und glaubte seinen Augen nicht zu trauen. „Lady Cilia! Welche Ehre!“, sagte er und verbeugte sich vor der verdutzten Tyra. „Mein Name ist Tyra. Cilia ist der Name meiner Mutter. Sie....sie verschwand nach einem Ork Überfall vor 6 Jahren...“ Der Wirt schaute Tyra völlig verstört an. „Aber.....nein...das...das kann doch nicht wahr sein....“, zitternd stolperte er rückwärts und plumste auf einen Stuhl. Tyra die die Trauer des Wirtes spürte setzte sich ihm gegenüber und sagte: „Verzeihen sie meine Neugier, aber...woher kannten sie meine Mutter?“ Immer noch leicht zitternd antwortete der Wirt: „Aber Kindchen...weißt du das denn nicht? Deine Mutter und dein Vater waren eine lange Zeit die Helden dieses Landes. Sie wanderten zusammen viele Jahre durch die Gegend und halfen nebenbei jedem dem sie begegneten. Auch machten sie Jikaro ziemlich zu schaffen, er verlor viele seiner Gefolgsleute durch deine Elter. Du kannst die also vorstellen das er nich gerade gut auf deine Familie zu sprechen ist. Aber fast jeder hier kennt die Geschichten von deinen Eltern. Sie werden den Kindern oftmals als gute-nacht-geschichte erzählt. Jeder hier kennt deinen Namen und die deiner Eltern erst recht!" Tyra war geschockt. Diese Neuigkeit hatte sie wie ein Schlag ins Gesicht getroffen. „...leider...leider weiß ich nicht sehr viel über sie....ich hab nur alte Geschichten gehört....und das sie eine großartige Frau war....ich....ich kann mich leider nicht mehr an die beiden erinnern....“ Der Wirt, dem gerade etwas eingefallen war, lief in seine Schlafkammer. Zurück kam er mit einer Art kleinem Taschenbuch, das sich jedoch als Album herausstellte. „Hier, das war vor 8 Jahren! Da waren sie auf der Durchreise. Du musst wissen sie waren oft Monate weg weil sie unterwegs waren!“, Tyra die bisher nur still dagesessen war, hatte plötzlich Tränen in den Augen. Der Wirt der dies bemerkte nickte und schob ihr das Album zu. „Da, du kannst es gern behalten. Ich habe noch ein Album mit Erinerrungen.“ Tyra, der stumme Tränen über das engelsgleiche Gesicht liefen, machte große Augen und bedankte sich vielmals. Den restlichen Abend verbrachte sie damit sich Geschichten anzuhören. „....Ja ob du dir das vorstellen kannt oder nicht! Und dein Vater hat ihm einfach einen Tritt gegeben und....“, der Wirt stockte da er bemerkt hatte das Tyra eingeschlafen war. Leise um sie nicht zu wecken, brachte er ihre Sachen auf eines der kleinen, gemütlichen Zimmer. Itu der gerade aufgewacht war, trippelte dem Wirt hinterher und machte es sich am Bettende gemütlich. Im selben Augenblick kam der Wirt herein und legte Tyra auf das Bett. Langsam zog er ihren schwarzen Kapuzenmantel unter dem Rücken vor und hängte ihn über die Komode. Danach deckte er sie zu und löschte das Licht.



Am nächsten Morgen wachte Tyra ziemlich spät auf und merkte das sie in einem der Zimmer war. Auch war scheinbar schon jemand da gewesen um ein wenig Ordnung zu machen. Die Fenster, zum durchlüften weit aufgestoßen, schwangen im Wind ein wenig hin und her. Tyra stand auf und zog sich um. Dann ging sie zum Fenster und lehnte sich etwas hinaus. Dem Stand der Sonne nach war es noch nicht Mittag. Fröstelnd schloss sie das Fenster und ging hinunter in die Schenke. Der Wirt war schon wach und war gerade dabei die Böden zu fegen. „Na? Endlich aufgewacht?“, mit einem sanften Lächeln auf den Lippen fegte er weiter und ließ die gähnende Tyra einfach stehn. Diese setzte sich in einen der rostroten Kaminsessel und genoss die Wärme die ihr, an diesem recht kalten Morgen, übers Gesicht streichelte.





Ich bin mit dieser Geschichte noch nicht fertig und stelle wenn ich fertig bin eine Fortsetzung ein ^^
alles lesen | 2 Kommentare | Sara | Strong_sister@unterderbruecke.org
Details durchblättern
Zurueck (Seite 3)
31 - 32 von 38

Powered by ScarNews v1.2.1
Copyright by Christian Kerl