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Kurzübersicht
18.08.2021
» Abenteuer » Nings Kanufahrt
NR 375
Es war ein angenehm kühler Sonntagmorgen als Ning, ihr Grossvater und ihre Grossmutter aufwachten. Der Wecker klingelte bei allen um 6:00Uhr, denn sie mussten früh aufbrechen um noch ein paar Fische angeln zu können. Nings Grossvater bereitete gerade das Frühstück vor, als Nings Handy klingelte. Sie ging ran, während sie sich fragte wer denn um 6:34 am Morgen anrufe. Es war ihre Freundin Lina, die auch beim Kanufahren dabei sein sollte. Sie nahm ab und fragte: "Hallo, Lina was ist denn?" "Lina
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30.12.2010
» Phantasie-Geschichten » Eine Harry Potter-Demo...
NR 36
Die Geschichte ist wahrscheinlich wenn sie fertig ist ein kleines Buch, also wartet lieber mit dem Lesen bis die ganze Geschichte fertig ist und genießt sie dann im Bett bei einer gemütlichen Tasse Kakao...

Ich hoffe, sie gefällt euch. Bitte kommentiert meine Demo zahlreich!

Alles war komplett in Dunkelheit gehüllt. Er sah nichts, doch er spürte, dass er woanders war, als er für gewöhnlich aufwachte. Er hörte jemanden laut schnarchen, und eine schwache stimme murmelte vor sich hin. „Lumos, Lumos, Lumos...“, hörte er sie, doch er konnte sich kein Bild von diesem merkwürdigen, geheimnisvollen Ort machen. „Lumos maxima!“, rief die Stimme ziemlich laut, und ein heller Lichtstrahl schoss aus der Spitze eines Zauberstabs.
Harry blinzelte, das Licht, das so plötzlich gekommen war, blendete ihn ziemlich. Nach einer Weile erkannte er jedoch einen Umriss... Es war ein Gesicht. Jetzt sah er auch, dass es Hermine gehörte, und das Licht leuchtete auch auf den schnarchenden Ron, der sich unbehaglich hin und her wälzte, die Decke über den Kopf zog und irgendetwas unverständliches murmelte. Nun fiel es Harry wieder ein: Er war doch seit dieser Nacht für den Rest der Ferien bei den Weaslys!
Oh“, machte Hermine erschrocken, „ich wollte euch nicht aufwecken.“ „Hastu aver!“, murrte Ron unter der Decke hervor. Hermine setzte sich an Rons Bettkante und redete freundich auf ihn ein, als wäre er ein Ungarischer Hornschwanz, den es zu zähmen galt. „Aber Ron, so schlimm ist das doch auch nicht, oder? Du kannst doch noch ein paar ganze Stunden schlafen, schließlich sind doch Ferien...“ Wütend setzte Ron sich auf und brüllte zornig: „Kannst du mich nicht einmal, ein einziges mal durschlafen lassen? Jede Nacht dasselbe, ich bin es Leid!“ „Aber...“, flüsterte Hermine zaghaft. „Nichts aber! Du hast das doch mit Absicht gemacht, oder? Nur, um mich und Harry zu wecken, damit du uns wieder mal ganz zufällig irgendetwas völlig unwichtiges erklären, kannst, und das mitten in der Nacht!“ Harry starrte erschrocken von Ron zu Hermine und von Hermine zu Ron. „Hermine! Warum musst du eigentlich immer so...“ Was er jetzt sagen wollte, konnte man glücklicherweise nicht hören, denn im selben Moment torkelte Mrs. Weasly schlaftrunken ins Zimmer. „Was ist denn hier los...?“, murmelte sie unbewusst. „Ach, gar nichts“, meinte Hermine unschuldig, „ich habe nur einen Brüllzauber mit Ron ausprobiert, nicht wahr, Ron?“ Sie trat ihm fest gegen das Schienbein. „Autsch! Äh, ja, alles palletti!“, grinste Ron so unecht, dass sogar ein Betrunkener auf den ersten Blick die Falschheit dieses Gesichtsausdrucks erkannt hätte. Er zeigte sogar seinen gesamten Kiefer, als wäre er gerade vonm Zahnarzt zurückgekehrt und würde stolz seiner Mutti seine neuen Zähne zeigen. „Also gut, aber nächstes mal macht ihr das bitte zu einer anderen Tageszeit, ja?“, flüsterte Molly ärgerlich. „Ja, natürlich, Mrs. Weasly!“, sagte Hermine brav. „Na gut, dann gute Nacht, ihr Gesellschaft.“ Damit schloss sie die Tür. Gerade wollte Ron mit einer Brüllerei der A-Klasse beginnen, da öffnete sich die tür mit einem Ruck und Mrs. Weasly mahnte: „Und seid bitte leise, Arthur schläft.“ Das sollte etwas heißen, den Mr. Weasly konnte nachts mit seinen Ohren gehört Hedwigs Flügelschläge mit der Geräuschkulisse eines Formel 1-Rennens vergleichen. Außerdem wurde er immer sehr ungehalten wenn m an ihn weckte, sei es nachts, am frühen Morgen oder wenn er über seinen vielen Papieren eingenickt war. „Na toll“, sagte Harry etwas ärgerlich zu den beiden Streithähnen, die vor ihm auf dem Bett saßen. „Entschuldigung!“, meinte Hermine und stieß Ron mit dem Ellbogen sanft in die Rippen. Dieser erwiderte ärgerlich: „Hermine! Verstehst du denn nicht? Ich will einfach nur... Ach lass mich doch einfach in Ruhe!“ „Ach Ron, jetzt nimms doch nicht so schwer“, besänftigte sie ihn. Harry kam es manchmal so vor, als wäre sie in Ron-Besänftigung besser als in allen Schulfächern zusammen. „Und außerdem“, fuhr sie fort, „ich finde es sowieso unnötig, sich dauernd wegen irgendwelchen Kleinigkeiten zu streiten. Oder nicht, Ron? Komm schon!“ Widerwillig emeinte er: „Also gut, ich verzeih dir. Aber nur dieses eine Mal, verstanden?“ „Klar“, lachte sie, und an ihrem leicht spöttischen Unterton bemerkte Harry, dass sie ihm das genauso wenig abnahm wie er. Schnell aber kriegte sie sich wieder ein. „Ich würde dann mal schlafen“, gähnte Hermine, mit einem ärgerlichen Seitenblick auf Ron. „Ach, ja stimmt“, murmelte er abwesend. „Sag mal Harry, warum bist du eigentlich heute so...naja, so leise?“ „Ach, nichts...“, versuchte Harry vom Thema abzulenken. „Gute Nacht.“, fügte er nach einem gespieleten Gähnen hinzu. „Ja“, meinte Hermine, „Harry hat Recht. Wir sollten jetzt wirklich schlafen.“ Damit nahm sie Ron in den Arm, und Harry drehte sich schnell um, um möglichst wenig mitzubekommen und schnell wieder einzuschlafen. Langsam bekam er mit, wie Ron wieder in sein Bett stieg und ein paar Minuten später schnarchte er genauso laut wie vorher und Hermine atmete leise. In Wirklichkeit aber war Harry nicht annähernd so müde, als dass er seine Augen schließen würde. Diese Gedanken, sie gingen ihm immer und immer wieder durch den Kopf: Sirius Black, den er beinahe getötet hätte, durch den er sich im vergangenen Schuljahr fast zum Mörder gemacht hatte, der aber sein Pate war und immer zu ihm hielt. Er wollte nicht glauben, dass er sich fast durch seinen Paten zum Mörder gemacht hätte! Er konnte und wollte es nicht glauben. Doch bevor er noch länger darüber nachdachte und sich diese Bilder in den schrecklichsten Farben ausmalte, beschloss Harry Potter, die Augen zu schließen und erst einmal ein wenig zu schlafen.

In der Nacht hatteHarry kaum geschlafen, nein, eigentlich hatte er kein Auge zugedrückt. Er hatte keine Ahnung, wie spät es war. Harry bewegte die Augen, die ihm so schwer erschienen wie Blei, ans Fenster, durch das man die aufgehende Sonne betrachten konnte. An seine Träume in der vergangenen Nacht konnte er sich nur noch sehr verschwommen erinnern. Alles, was er noch im Kopf hatte, war ein sehr hübsches, blondes Mädchen, etwa in seinem Alter, das eine wunderbare Singstimme hatte, von allen Jungs angehimmelt wurde, ebenso von allen Lehrern bevorzugt wurde und vieles mehr hatte, was andere sich nur wünschen konnten. So viel Gutes konnte kein normaler Mensch haben, das war ihm klar. Der Rest seiner nächtlichen Gedanken war verschwunden, einfach weg. Geistesabwesend starrte er nun auf Hermine und Ron, die nebeneinander lagen, als wären sei zwei komplett verschiedene Dinge: Ron, mit geöfffnetem Mund, alle Viere von sich gestreckt, der lauter schnarchte als es Hagrid zuzutrauen war. Daneben Hermine, die zusammengerollt auf ihrer Matratze lag und leise schnaufte; Harry hatte vorher nicht geglaubt, dass zwei Menschen so unterschiedlich sein könnten. Nach einer Weile öffnete Hermine die Augen und blinzelte überreascht in Harrys Augen. „Auch schon wach?“, flüsterte sie leise. „Ja“, gab Harry von sich, der vor lauter Müdigkeit nicht wirklich sprechen konnte. Er hoffte, sie würde jetzt kein langes Gespräch mit ihm beginnen, wie sie es immer tat um diese Uhrzeit. Doch genau das passierte. „Harry, sag mal...“, begann sie nachdenklich, „was hast du heute geträumt?“, beendete sie ihren Satz besorgt. Nun musste Harry sich ganz schnell etwas einfallen lassen und gleichzeitig seine Müdigkeit überwinden, deshalb kam nur etwas sehr kompliziertes dabei heraus. Schließlich konnte er Hermine nicht von einem Multitalent-Wunderschön-Mädchen erzählen, das war dann doch etwas komisch. „Also, ich habe geträumt von einem...“, presste er hervor. „Harry? Alles...in Ordnung?“ Langsam ging sie ihm auf die Nerven. „Ich...will jedsd schlaffn...“, murmelte er noch, bis er in sich zusammenfiel und die Augen schloss.

Etwas rüttelte an ihm und tadelte: „Harry, es ist neun Uhr!“ Langsam registrierte Harrys Kopf diesen Satz... Es war also neun Uhr... Neun Uhr? Sie durften nicht zu spät kommen, sonst würden sie noch den Hogwarts-Express um elf versäumen. Harry fühlte sich mit einem Mal hellwach, als hätte er sich mit Kaffee geradezu überschüttet, und sprang aus dem Bett. Vor ihm stand Ron. „Morgen“, grinste er breit. Hermine kam ins Zimmer geschlichen, und als sie Ron und Harry so dastehen sah, lächelte sie. Na, Harry, hat dich der Hunger geweckt?“, begrüßte sie ihn freundlich. „Jaah...“, murmelte er und kratzte sich verlegen am Kopf. „Ron, ich denke, da unten will deine Mom was von dir“, forderte Hermine Ron auf, als es von unten schrill heraufschrie. Mürrisch drehte er sich um und trottete die Treppe hinunter. „Ach ja, Harry“, versuchte Hermine es so wirken zu lassen, als wäre ihr das ganz zufällig eingefallen, „ich will, dass du das ließt.“Sie streckte ihm ein Magazin entgegen. Der Zauberer & Co. Stand auf dem Titelblatt. Verdutzt nahm Harry es und schlug es auf. „Auf Seite 19“, half sie ihm weiter. Als Harry die Seite gefunden hatte, war er ziemlich überrascht. Da stand ganz groß: Das ZAUBERERHOROSKOP-Alles wahr! Ohne jede Ahnung, warum Hermine ihm so etwas zu lesen gab, las er sich sein Sternzeichen durch:
Du wirst in nächster Zeit jemand kennenlernen, der dir noch lange Zeit danach sehr wichtig sein wird.
„Und?“, fragte Harry und war doch etwas verwirrt, was das sollte. „Weißt du was“, begann Hermine verschwörerisch. So verschwörerisch, dass sie selbst Harry neugierig machte. Sie beugte ihren Kopf tief herunter zu Harrys, obwohl der nächste Mensch Ron war, der jedoch hinunter in die Küche gelaufen war. „Lies mal meins.“ Harry begann zu lesen.
Deine bisher eher unbegeisterte große Liebe wird bald erkennen, dass es zwecklos ist, zu streiten.
„Und genau das hat Ron schließlich getan!“ „Und wen sollte ich bitteschön kennenlernen, Hermine? In Hogwarts? Der mir sehr wichtig ist? Behalt dein tolles Horoskop lieber bei dir und freu dich über deine Große Liebe, die es erkannt hat.“ „Harry!“, sagte Hermine verärgert. Doch da war er schon von einer Eule überrumpelt worden. Bevor er sie erst richtig ansehen konnte, ließ diese einen golden überzogenen Brief fallen und verschwand so schnell wie sie konnte. „Schnuffel“ stand darauf. Sofort dachte Harry an seinen Paten.
Doch was da stand, war bloß etwas für Harry Unerkennbares.
„Hermine? Könntest du mir nicht diese Schrift entziffern? Du bist doch sonst so schlau“ „Kein Problem! Gib mir zehn Minuten!“, meinte sie freundlich. Hermine bereute es wohl, ihn vorher so verärgert angemeckert zu haben. Sie hob ihre Feder auf, die sie unter ihrem Kopfkissen versteckt hatte, und tauchte sie in ein türkises Tintenfass ein, das zufällig am Schreibtisch lag. Weil sie kein Papier zur Hand hatte, kritzelte sie unter den Tisch. Während sie schrieb, schien die Zeit stillzustehen, doch irgendwann war sie dann doch fertig. Harry kroch unter den Tisch, um etwas erkennen zu können:

Hallo, mein liebes Patenkind!

Ich bin leider erst jetzt dazugekommen, dir zu schreiben, und schreibe dir, falls der Brief abgefangen wird, in der Schrift der alten Runen. Hoffentlich kann Hermine es entziffern. Ich höre, du träumst wieder. Schlimm? Grausam? Ach Harry, es bringt wohl nichts, wenn ich dich hier über deine Träume ausfrage. Also: Schreib zurück, was du mir zu erzählen hast. Ich muss alles wissen.
Dein Pate Schnuffel


Harry schwieg. Es schien ihm seltsam, dass der Mann, der ihn fast zum Mord umgestimmt hätte, ihm das so still und doch ernsthaft verziehen hatte, und sich jetzt auch noch um ihn sorgte.

„Heute, Kinder“, begann Mr Weasley, „werden wir euch zum Bahnhof begleiten, damit ihr heil nach Hogwarts kommt.“ „Und darauf müsst ihr euch natürlich vorbereiten“, sorgte sich Molly. „Sonst könnte uns ja ein Ohr abfallen“, murmelten Fred und George genervt und imitierten ihre Mutter: „Fred, George, passt auf euch auf, wer weiß, was euch nicht alles passieren könnte?“ „Kinder!“, schrie Mrs Weasly empört. Währenddessen krümmte sich Rons Miene auf fürchterliche Weise; er hatte am Fenster hinter ihm eine kleine Spinne entdeckt. „M-Mom?“, fragte er leise.
„Was ist denn, Ronald?“
„Könnten wir vielleicht... Plätze tauschen?“
Alle kicherten leise, sogar Rons Eltern.
„Also“, begann Molly, „ich glaube, ihr solltet jetzt sowieso gehen und euch fertigmachen.“ Damit verließen sie den Raum.

Es war schon spät, in einer halben Stunde ging der Zug. Im Auto wuselten alle Stimmen aufgeregt durcheinander, überall war Stau. „Dad, wir kommen zu spät!“, rief Ron verzweifelt. „Ja, Ronald“, erwiderte der Vater und biss die Zähne zusammen. Doch es tat sich nichts, der Stau löste sich kein Stück auf. „Also Kinder, ich glaube, wir müssen apparieren“, eröffnete ihnen der Vater. Aufgeregt riefen alle durcheinander. „Was ist apparieren?“, flüsterte Harry Ron ahnungslos zu. „Nimm einfach Dads Arm, und du wirst schon sehen. „Ginny, Fred, George, ihr nehmt meinen Arm!“, rief Molly, Arthur forderte Harry, Ron und Hermine auf, sich festzuhalten. „Eins, zwei, drei!“, riefen die beiden gleichzeitig und plötzlich...

Weiter geht es bald, wenn ihr zehn Kommentare geschrieben habt, gebe ich euch die spannende Fortsetzung zu lesen! Also ich rate euch: Schreiben!

Liebe Grüße an die ganze weite Welt, an alle Schweizer, Deutschen, Österreicher...

maydee
alles lesen | 0 Kommentare | maydee | maydee@gmx.at
09.12.2010
» Phantasie-Geschichten » Eine Pumuckl-Geschichte!! :)
NR 35
Viele finden es vielleicht kindisch, dass ich mich mit 10 Jahren noch für Pumuckl interressiere, aber ich finde es einfach lieb. Meine Mama sagte, ich sollte aus meinem Talent etwas machen, also habe ich begonnen, Pumuckl-Geschichten zu schreiben. Hier ist eine davon, die nächste kommt in Kürze!

Der kleine Pumuckl hat immer seine Freude an kleinen Pflanzen. So zum Beispiel freut es ihn immer sehr, wenn er irgendwo, sei es im Park oder auch im kleinen Beet des Hausmeisters, eine kleine oder auch eine große Pflanze aus der Erde schießen sieht. Nun wollte der gute Herr Eder dem Pumuckl einmal eine Freude machen und kaufte zwei große Blumenstöcke, die er beide vor der Schreinerei aufstelte.
„Oh, oh,oh, was seh ich denn da!“, rief der Kobold entzückt aus, als Herr Eder zur Tür hereinkam. „Ja, was siehst du denn da! Schau mal vor die Werkstatt, da hab ich dir ganz was Schönes mitgebracht, gell?“ Schon spazierte der Pumuckl neugierig vor die Tür. „Oh, da hab ich ja wirklich richtig gesehen!“ , strahlte er , als er wieder herein marschierte, „sin d das nicht diese...Blumenstöcker, Blumenstöcker, wo dann die kleinen Blumen rauskommen?“ „Blumenstöcke“, verbesserte der Meister Eder, „das sind Blumenstöcke, da sprießen später dann die Knospen.“ „Knospen? Knospen, Knospen! Was für ein schönes Wort, nicht wahr? Jetzt hör mal, ich hab ein Gedicht für die Knospen gedichtet!
Liebe Knospen, bitte sprießt,
wenn der Eder euch auch gießt
das versprech ich euch ganz fest,
dass ihr es auch nicht vergesst.
Liebe Blumen, kommt nur raus,
ihr steht schon lang vor dem Haus!“
„Schönes Gedicht, oder?“, fragte der Pumuckl erwartungsvoll, nachdem der Herr Eder eine Weile geschwiegen hatte. „Ja, sehr schön, aber du, ich werd die Blumen ganz bestimmt nicht jeden Tag gießen, und wenn ich drauf vergess, dann musst du sie gießen, gell?“ „Ja, ja“, machte der Kobold, „das schaff ich doch leicht!“ Daraufhin schwiegen beide. Der gute Schreiner ging wieder an seine Arbeit, der Pumuckl setzte sich in seine Schaukel und dichtete leise.

Und so vergingen einige Wochen. Nun musste man sagen, dass der Pumuckl in der ersten Woche wirklich sehr fleißig war und voll an der Arbeit war. Leider erwies es sich als sehr schwierig für den Kobold, die Sprösslinge zu gießen, da er immer sehr gut aufpassen musste, die Gießkanne nicht umzukippen, wenn er sie leicht zur Seite neigte. Doch in der zweiten Woche musste der Meister Eder immer öfter selbst gießen, doch gerade in dieser Zeit hatte er viele Aufträge und wenig Zeit, anderes zu tun. So vergaß auch der Herr Eder in seiner Eile sehr oft, die Pflanzen zu gießen, und wenn er den Kobold darauf hinwies, sagte er, dass er es sofort tun würde, doch im nächsten Moment war der Vorsatz schon vergessen. Die Zeit verging, und als der Pumuckl wieder einmal nach seinen Pflanzen sehen wollte, erblickte er Schreckliches.

„Meister Eder! Meister Eder!“, rief er entsetzt, als er die Stöcke betrachtete.
„Ja, ja, ich komm ja schon!“
„Schau dir mal die Blumenstöcker an!“
„Ja, was - ach je, sind´s jetzt wirklich verwelkt, ich hab´s doch geahnt...“, meinte der Eder nicht sehr überrascht, als er die nun braunen und inzwischen spröden Blätter entdeckte, die schlaff zu Boden hingen.
„Du bist Schuld, du hast sie doch nicht gegossen!“
„Du, geh! Jetzt komm mir nicht mit so was. Ich habs dir doch gesagt, du musst dich um sie kümmern, und du hast doch wohl mitgekriegt, das ich keine Zeit g´habt hab! O mei, o mei, oh mei...“

Und so kam es, dass der Herr Eder noch zwei Blumenstöcke kaufte, denn der Pumuckl hatte so was zum ersten Mal gehabt. Wem von euch ist das nicht passiert, als er das erste Mal Verantwortung für einen Blumenstock getragen hat? So kam er also mit zwei frischen Stöcken.

„So, Pumuckl, und dieses Mal musst du wirklich auf die Blumenstöcke schau´n, gell?“, mahnte der Schreiner. „Ganz bestimmt“, meinte der Pumuckl sehr gewissenhaft. Und wirklich: Tag für Tag nahm er sich die Zeit, die Blumen sorgsam zu gießen. Die ersten Blätter sprossen aus der dunklen Gartenerde, doch der Kobold machte jeden Tag seine Arbeit weiter, der Schreiner war sehr überrascht von dem Fleiß des Kobolds. Eines Tages, die Aufträge nahmen langsam etwas ab, rief der Pumuckl lauthals aus dem Garten:
„Meister Eder! Meister Eder!“
„Ich komm schon! Was ist denn los?“
„Schau mal, was da an dem Stängel dran ist!“
„Tatsächlich! Schau, Pumuckl, das ist eine Knospe. Die öffnet sich dann mit der Zeit.“
„Und was ist denn da drin?“
„Da drin´ sind die Blütenblätter, die sind nachher ganz wunderschön, wenn sie sich auffalten.“
„Ui, ui, wie lang dauert das denn noch? Ich will nicht mehr warten!“
„Naja, so ein, zwei Wochen wird´s schon noch dauern, aber gieß nur fleißig weiter, damit´s dir nicht eingehen.“
„Au, fein, ich mach immer so weiter!“, rief der Kobold entzückt und dichtete:
„Knospe, Knospe, falt dich auf.
Ich warte schon lang darauf.
Und wenn sich das Blütenblatt
Erst einmal entfaltet hat,
Dann ist es wunderschön, wunderschön!“

Die Tage vergingen, die Anzahl der Schreineraufträge normalisierte sich wieder, und der Pumuckl goss jeden Tag beharrlich weiter. Bis eines Tages wirklich ein Blütenblatt zu sehen war. Da tanzte der Kobold freudig um den Blumenstock herum und rief:

„Liebe Blume, blühst du auf,
Sehr erfreust du mich
Da ist was am Stängel drauf,
sehr verwunderlich!“
Und dann lachte der Kobold und lachte, und der Herr Eder war sehr stolz auf den Pumuckl und auf das, was er da geschafft hatte.

So verging die Zeit, und für den Pumuckl war es inzwischen selbstverständlich geworden, die nun auch schon vollkommen ausgeblühten Pflanzen weiter zu gießen. Große Farbpracht schmückte das Haus, was sogar mehr und vor allem Kunden heranlockte, die etwas mehr als üblich zahlten. So hatte auch der Schreiner Eder etwas davon, und der Pumuckl freute sich jeden Tag an den schönen Pflanzen, die nicht eingingen, weil er sich immer so liebevoll um sie kümmerte.
Eines Tages aber entdeckte der kleine Kobold etwas an seinen Gewächsen. Zuerst sah er das kleine Tierchen und freute sich, dass sogar Tiere ein Zuhause in seinen Pflanzen gefunden hatten, doch als er näher hinsah, stieß er einen entsetzten Schrei aus.

„Aaaaaaah! Nein, meine schönen Blumen! Uhuuuu!“, weinte der kleine Kobold schrecklich und voller Leid.
„Ja, was ist denn los?“, rief der Meister Eder bestürzt, als er den kleinen Kobold zusammengerollt neben den einst wunderschönen, prächtigen Blüten liegen sah. Doch auf einem Blatt saß eine dicke Raupe. Sie hatte alle Blätter, sogar die Blüten, komplett durchlöchert. Nun war von den einst wunderschönen Blumen, um die sich der Pumuckl mit so viel Mühe gekümmert und jeden Tag zehn Minuten der Pflege der Blume gewidmet hatte, nur mehr ein zusammengefallener Blätterhaufen übrig. Der Pumuckl tat dem Herr Eder schrecklich Leid, wie er da so zusammengekrümmt lag und vor sich hinweinte. Er wusste, wie viel Arbeit in dieser Blume gesteckt hatte, und auch genau, wie sich der arme kleine Pumuckl jetzt fühlte.
„Komm, Pumuckl, jetzt beruhig dich mal wieder“, sagte der Herr Eder besänftigend, „schau, jetzt nehm ich die Raupe und schmeiß sie ins Gras, so was traut die sich nicht wieder.“
„Aber meine schönen Blumen sind weg“, schluchzte der Pumuckl vor sich hin, „einfach weg.“
„Ich weiß ja, wie viel Mühe du dir gegeben hast, aber man kann das jetzt leider nicht mehr ändern“, besänftigte er den Kobold weiter und trug ihn ins Haus.

Dass der Pumuckl nicht mehr zu weinen aufhören wollte, ließ den Herr Eder nicht ungerührt. Also machte er sich erneut auf den Weg in das Pflanzengeschäft und besorgte einen dritten Blumenstock, den er aber nachher ins Haus stellte, damit ihm nichts passieren konnte. Und der Pumuckl kümmerte sich weiterhin sehr liebevoll um ihn, sodass wieder viele Blüten wuchsen, die ihm sehr viel Freude machten.
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