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18.08.2021
» Abenteuer » Nings Kanufahrt
NR 375
Es war ein angenehm kühler Sonntagmorgen als Ning, ihr Grossvater und ihre Grossmutter aufwachten. Der Wecker klingelte bei allen um 6:00Uhr, denn sie mussten früh aufbrechen um noch ein paar Fische angeln zu können. Nings Grossvater bereitete gerade das Frühstück vor, als Nings Handy klingelte. Sie ging ran, während sie sich fragte wer denn um 6:34 am Morgen anrufe. Es war ihre Freundin Lina, die auch beim Kanufahren dabei sein sollte. Sie nahm ab und fragte: "Hallo, Lina was ist denn?" "Lina
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07.03.2004
» Phantasie-Geschichten » Die Suche nach Utopia - Kapitel 2
NR 18
Er schloss die Gittertür des Verlieses, in dem der ängstliche Diener eingesperrt war, eigenhändig. Dann schritt er die steinernen Stufen hinauf in den Eingangsbereich seiner Festung. Direkt vor ihm war nun das riesige Tor, das nach draussen führte. Er drehte sich um und erklomm die rechte der beiden Treppen. Links ging es nun zum Turm, wo er fast sein ganzes Reich überblicken konnte. Er wandte sich jedoch nach rechts zu seinen Gemächern. Als er im Schlafraum angekommen war, stand er vor den Spiegel und verzog sein Gesicht zu einem hämischen Grinsen.
Er sah sich in seiner ganzen Pracht: Er war über zwei Meter gross und seine dicke, fast panzerartige Haut war pechschwarz und mit Stacheln übersät. Schulterlange schwarze Haare umrahmten sein Gesicht, in dessen Mitte seine Augen wie zwei Seen aus Blut funkelten. Sein Name war Serdaz, nur Yrkish nannte ihn Meister Apocalypso, und er war der Herrscher von Utopia, dem Reich der ewigen Dunkelheit. Er selbst hatte diese erschaffen.
Serdaz herrschte schon über Utopia, doch er wollte noch eine grössere Herrschaft, und zwar die über die Erde. Doch etwas hinderte ihn am Einnehmen der Erde; das Licht schadete ihm, so musste er es verhindern, dass jeden Tag auf der Erde die Sonne aufging. Um dies zu erreichen musste er ein Ritual durchführen, bei dem er jemanden aus der Familie von Lucio, der das Licht erschaffen hatte, benötigte.
Danach hatte sich Serdaz auch schon erkundigt. Die letzte dieser Familie war ein Mädchen, das auf der Erde bei einer Pflegefamilie lebte. Davon wusste sie aber nichts. Auch nicht von den Kräften, die sie besass. Sie war die einzige, die Serdaz zerstören konnte, denn gegen alle Krankheiten war er immun, er war unverwundbar für menschliche Waffen und den Alterstod kannte er auch nicht. Nur das Licht konnte ihm etwas anhaben. Das wäre auch kein Problem gewesen, so lange er in Utopia blieb, doch Aiyana trug das Licht in sich, so war es seit Generationen in dieser Familie. Serdaz einzige Hoffnung war, dass sie davon nichts wusste. Ihre Eltern waren gestorben, als sie noch ein kleines Baby gewesen war, also hatten sie ihr nicht erzählen können, dass ihr Urahne Lucio war.
Es lebten nicht viele Leute in Utopia, denn dorthin zu kommen war sehr schwer. Man brauchte die vier Amulette, deren Farben rot, blau, grün und gelb waren. Auch der Edelstein der entsprechenden Farbe war darin eingelassen: Rubin, Saphir, Smaragd und Bernstein. Mit den Amuletten musste man zu einem Ort auf der Erde reisen, wo die Sonne auch am Tag nicht aufging. Die Amulette mussten in einem Kreis richtig nach den Himmelsrichtungen platziert werden. Dann trat man in den Kreis und sprach die richtigen Verse in der utopischen Sprache.
Serdaz kontrollierte regelmässig nach, ob die vier Amulette noch im Besitz seiner Anhänger oder ihm selbst waren. Immer nach vier utopischen Tagen, genau zur selben Zeit, begab er sich zum Turm im Norden, wo sich seine riesige goldene Platte befand, in deren Mitte ein Diamant eingelassen war. Ein Diamant so gross wie ein Fussball.
Serdaz schaute zur Wand, wo sich seine riesige Schattenuhr befand. Es war soweit. Er verliess das Zimmer und machte sich auf den Weg zum nördlichen Turm.
Nach zehn Minuten kam er dort an. Er öffnete die dicke Holztür und setzte sich an den Tisch, auf dem die goldene Platte lag. Er malte ein seltsames Zeichen auf den Diamant und sprach dann die Worte:

»Ish nazg i hazah?«

Aus dem Diamant kam ein grüner Blitz.
Dann schrieb er ein zweites Zeichen auf den Diamant und sprach erneut einen Vers in der utopischen Sprache:

»Ish nazg i uzanta?«

Nun kam ein roter Blitz aus dem Diamant.
Bis jetzt war alles in Ordnung, die Amulette des Smaragdes und des Rubins befanden sich in seinem Besitz.
Er schrieb das dritte Zeichen un sprach noch einen Vers:

»Ish nazg i kabanzo?«

Aus dem Diamant kamen gelbe Blitze, das Amulett des Bernsteins gehörte also auch noch ihm.
Jetzt malte er das letzte Zeichen und sprach die entscheidenden Worte:

»Ish nazg i saturzo?«

Nichts passierte. Es kamen keine Blitze aus dem Diamant, das bedeutete, jemand anders hatte das Amulett des Saphirs. Aber wer wohl? Serdaz wollte wissen, wer das Amulett gestohlen hatte und fragte den Diamant, nach dem er ein Zeichen darauf geschrieben hatte:
»Uzo asha i saturzo?«

Im Diamant erschien nun ein Bild. Es zeigte zuerst eine kleine Insel, danach eine Stadt auf der Erde. Ein heller Blitz kam aus dem Diamant und Serdaz wusste, dass das Amulett des Saphirs sich im Besitz der Erbin des Lichtes, Aiyana, befand.

Yrkish war auf dem Weg zu seinem Zimmer. Egal was Serdaz sagte, jetzt musste er sich erst einmal ausruhen. Heute war er schon zweimal von Utopia auf die Erde und zurück gereist, und das nur wegen diesem Diener, den Serdaz nun sowieso nicht brauchen konnte.
Yrkish hatte das grösste Zimmer aller Gehilfen von Serdaz, weil Serdaz ihn am liebsten mochte. Schon mit zwölf war er zu Serdaz gekommen, da dieser ihn von seiner alleinerziehenden Mutter, die ihn dauernd geschlagen hatte, befreite. Yrkish war also schon vier Jahre im Reich der ewigen Dunkelheit. Wie alle Anhänger Serdaz hatte auch er schwarze Haare und dunkle Haut. Das war jedoch nicht seine echte Haar- und Hautfarbe, eigentlich hatte Yrkish blonde Haare und eine ganz helle Haut, doch das schadete Serdaz und darum musse er seine Haare regelmässig färben und seine Haut mit schwarzer Farbe einstreichen. Als einziger Gehilfe musste Yrkish eine Sonnenbrille tragen. Serdaz sagte, seine Augen würden ihn blenden. Er hatte nie herausgefunden, wieso.
Er warf sich aufs Bett, nahm die Sonnenbrille ab und schloss die Augen. Wieder erschien das Bild der kleinen Insel vor seinem inneren Auge. Es verfolgte ihn regelrecht, dauernd sah Yrkish überall diese Insel. Er schauderte. Was hatte das zu bedeuten?
Schnell packte er seine Sonnenbrille und schwang sich aus dem Bett. Jetzt musste er den ängstlichen Diener zubereiten. Er lief in die Küche und sammelte Messer, Gewürze, einen Spiess und ein paar Holzstücke zusammen. Er griff schnell in seine Hosentasche. Ja, den Schlüssel hatte er.
Yrkish liess sich Zeit auf dem Weg in den Kerker. Das Fest der Dunkelheit würde noch lange nicht stattfinden, da war er sich sicher. Obwohl er von Serdaz gut behandelt wurde, hasste Yrkish ihn. Würde es einmal eine Attacke gegen Serdaz geben, würde er mit den Angreifern kämpfen.
Nach fast einer halben Stunde war Yrkish im Kerker angekommen. Er lief zur Zelle des Dieners und warf alle Zutaten auf den Boden, damit er die Tür besser aufschliessen konnte. Die Gittertür quietschte, als Yrkish sie aufstiess. Der Diener hatte das gehört.
»Willst du mich wirklich ...«, sagte er und schluckte, »... zubereiten?«
Yrkish überlegte. Er hatte für Serdaz schon viele zu ängstliche Diener zubereiten müssen, doch noch keiner hatte den Mut gehabt, nachzufragen, ob er es wirklich tun wolle. Eigentlich wollte Yrkish gar nicht. Er blickte in die tiefgrünen Augen des Dieners, die Angst und zugleich Hoffnung ausstrahlten. Yrkish wurde nachdenklich.
»Hören Sie, ich will ja nicht. Meister Apocalypso will, dass ich es für ihn tue, weil er selbst keine Zeit dafür hat. Sie sind gar nicht so ängstlich wie die bisherigen Diener, die ich zubereiten musste. Keiner von ihnen hätte sich getraut, nachzufragen, ob ich es wirklich tun wolle. Wäre es nicht gut, wenn sie nochmals darüber nachdenken würden, ob Sie nicht doch tun wollen, was der Meister sagt?«
»Ich kann ihm doch kein fünfzehnjähriges Mädchen für ein Ritual ausliefern!«, sagte der Diener verzweifelt.
»Sie liefern sie ihm nicht nur aus. Sie ist die Erbin des Lichtes, ihr Urahne hat das Licht erschaffen. Sie ist die einzige, die Meister Apocalypso besiegen kann! Vielleicht helfen sie dabei, den Meister zu töten! Sie müssen das Mädchen doch bloss nach Utopia bringen. Sie brauchen die vier Amulette, die utopischen Verse sage ich Ihnen und wo sie das ganze machen müssen, sage ich Ihnen auch. Ich bin übrigens Yrkish.«
»Vielen Dank, dass du mir das nochmals erklärt hast. Wenn sie wirklich die einzige ist, die Serdaz vernichten kann, werde ich es tun.« Er ergriff Yrkishs Hand und schüttelte sie. »Mein Name ist Jaime, du kannst mich ruhig duzen.«
»Danke«, sagte Yrkish, »das werde ich, Jaime.«

[Text wurde geaendert (21:07:42 15.03.2004) von Carmen]
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01.02.2004
» Phantasie-Geschichten » Die Suche nach Utopia - Kapitel 1
NR 17
Das Mädchen wachte auf. Irgendetwas hatte sie geweckt, sie wusste nur nicht, was. Über ihr sah sie einen wolkenlosen blauen Himmel. Dann spürte sie auch den warmen Sand zwischen meinen Fingern und Zehen und hörte das gleichmässige Rauschen des Meeres.
Sie setzte sich auf und schüttelte den Sand aus ihren langen schwarzen Haaren. Sie reichten fast bis zur Hüfte und waren so gestuft, dass die kürzesten Strähnen ihr gebräuntes Gesicht wie Seide umschmeichelten. In ihren hellblauen Augen spiegelten sich die Wellen des Meeres wider.
Ihr Kopf schmerzte wie noch nie zuvor. Wo war sie hier? Na klar, an einem Strand. Sie schaute sich um, doch nirgends sah sie Schiffe, Badegäste, Sonnenschirme oder Luxushotels. Wo war sie also? Sie hatte sich doch vorher ... Ja, was hatte sie denn vorher gemacht? Sosehr sie sich auch anstrengte, sie konnte sich nicht erinnern. Was war nur mit ihr los?
Seufzend legte sie sich auf den Bauch, um mit dem Finger ihren Namen in den Sand zu schreiben. Das machte sie immer, wenn sie nichts Besseres zu tun hatte. Sie begann mit einem M. Nein, das ist nicht richtig, dachte sie und wischte es durch. Dann schrieb sie ein E in den Sand. Nein, das war es auch nicht. Vielleicht ein B? Nein. Ihr Herz begann immer heftiger zu klopfen, und in panischer Angst malte sie immer mehr Buchstaben in den Sand, doch nichts schien zu stimmen. Als sie es nicht mehr aushielt, sprang sie wie von einer Furie gestochen auf und rannte, bis sie nicht mehr konnte und sich in den Sand fallen liess.
Eine Weile lag sie einfach nur dort und probierte, an nichts zu denken, doch ihre Gedanken schweiften immer wieder zu dem Ereignis von vorhin ab. Warum hatte sie es nicht geschafft, ihren Namen in den Sand zu schreiben? Ja, wie hiess sie eigentlich? Schon wieder befiel sie Panik. Hatte sie etwa ihr Gedächtnis verloren? Sie probierte, sich ihre Eltern vorzustellen, was sie zu Hause jetzt machten, doch ihre Gesichter blieben ihr verborgen, sie wusste nicht mehr, wie sie aussahen. Ihr kleiner Bruder? Auch an sein Gesichtchen konnte sie sich nicht mehr erinnern. Wie sahen sie wohl alle aus? Sie müssen auch schwarze Haare haben, wie ich, dachte sie. Nachdenklich strich sie sich den Sand von den Hosen. Da setzte sie mich erst auf und blickte an ihr herunter. Was hatte sie denn für Kleider an? Dunkelblaue Capri-Hosen mit vielen Taschen, die schon eine Menge durchgemacht haben mussten, denn sie waren ganz schmutzig und zerrissen. Das T-Shirt sah auch nicht besser aus. Es musste einmal weiss gewesen sein, das sah man noch an einigen Stellen durchschimmern. Angeekelt kratzte sie ein bisschen Schmutz weg, und sprang dann auf, um ein Bad im Meer zu nehmen.
Als sie und ihre Kleider wieder einigermassen gesäubert waren, stapfte sie los, denn irgendwie musste sie ja wieder nach Hause kommen. Nach einigen hundert Metern hatte sie das Gefühl, verfolgt zu werden. Sie wirbelte herum, doch da war niemand. Sie schaute auch hinter allen Palmen nach, ob sich dort jemand versteckte, doch sie fand nichts. Das ist blöd, dachte sie, auf dieser gottverlassenen Insel ist doch niemand! Sie machte sich also wieder auf den Weg, und wanderte, bis es dunkel wurde. Immer noch waren überall Palmen, Sand und weit vorne das Meer.
Ihr Bauch knurrte. Sie hatte einen Bärenhunger und brauchte unbedingt etwas zu trinken. Sie betrachtete die Palmen genauer. Es waren Kokospalmen, vielleicht konnte sie hinauf klettern und sich eine Kokosnuss holen! Zum Glück war sie gut im Sport, denn sie schaffte es, bis zu den Kokosnüssen zu kommen und sich eine zu holen. Sie konnte sogar die harte Schale öffnen und dann die langersehnte Milch trinken. Das tat ihr gut.
Sie legte sich in den Sand und probierte einzuschlafen, doch sie konnte einfach kein Auge zu tun. Zu viele Gedanken plagten sie. Wie kam sie hierher? Wie kam sie wieder nach Hause? Und das wichtigste, wie hiess sie?
Während sie noch am überlegen war, sah sie einen goldenen Schimmer etwa zwei Meter von ihr entfernt. Sie krabbelte darauf zu und wischte den Sand beiseite. Hervor kam ein goldenes Amulett, in dessen Mitte ein wunderschöner Saphir eingelassen war. Auf der Rückseite war ein Relief eines Enzians zu sehen, dessen Blüte blau leuchtete. Das Mädchen strich einige Male über den Saphir, um ihn ganz vom Staub zu befreien. In diesem Moment erschien eine blau leuchtende Scheibe am Nachthimmel. Sie legte den Kopf in den Nacken, um sie besser sehen zu können.
Blaue Blitze zischten aus ihrem Inneren heraus. Es war eine solche Spannung in der Luft, dass man es fast knistern hören konnte. Plötzlich erschien ein verschwommenes Bild auf der Scheibe. Es zeigte eine Gittertür eines Kerkers, und einige Männer, die offenbar nicht alle gleicher Meinung waren. Unter starkem Knistern konnte man auch einige Worte verstehen, die gesprochen wurden.

»Nein, das kannst du nicht tun!«
»Ich kann alles machen, was ich will, die Welt gehört mir! Muahahahaha!« Wer das sagte, konnte sie nicht genau erkennen, nur dass es kein Mensch war, denn sein Körper war mit Stacheln bedeckt.
»Sie ist doch noch viel zu jung!«, sagte der ängstliche Mann, der schon vorher protestiert hatte.
»Lasst den Angsthasen in seinem Käfig, wir suchen uns einen anderen!«, meldete sich ein dritter zu Wort. Er war kleiner als alle andern, hatte jedoch ein fieses Grinsen auf dem Gesicht.
»Du wirst mir keine Vorschriften machen, Yrkish!«, rief das Monster.
Yrkish schluckte. Das Grinsen verschwand von seinem Gesicht. »Und was machen wir mit dem hier?«
»Bereite ihn mir für das Fest der Dunkelheit vor. Du weisst schon, was ich meine. Danach bringst du mir einen neuen Diener, aber einen besseren als diesen!«
»Ich werde tun, was Ihr sagt, Meister Apocalypso«, sagte Yrkish hastig und eilte davon.

Das Bild verschwand und die Stimmen verstummten. Die leuchtend blaue Scheibe löste sich einfach in Luft auf.
Erschöpft legte sie sich auf den Rücken. Bevor sie einschlief, strich sie mit dem Finger über die andere Seite des Amuletts, den Enzian. Sie schlief aber nicht lange, sondern wachte gleich wieder schweissgebadet auf. Irgendetwas hatte sie geweckt, sie wusste nur nicht, was.

[Text wurde geaendert (21:08:38 15.03.2004) von Carmen]
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