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Leben mit einer Bedrohung (Gelesen: 6248 mal)
Mikel
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Leben mit einer Bedrohung
15.03.2009 um 17:09:50
 
Seit dem Amoklauf in Deutschland frage ich mich, wie Opfer, die einen solchen Amoklauf überlebt haben, glücklich weiterleben können.
Ich habe Berichte gelesen, dass solche Überlebende noch Jahre danach ständig mit diesen schrecklichen Bildern leben müssen, ja dass sie davon täglich verfolgt werden. Leben mit einer Bedrohung, die höchstwahrscheinlich niemehr im Leben eintreten wird, aber dennoch eine ständige Bedrohung bleibt.

Andersherum gibt es Leute, die können iregendwie gut darüber hinwegkommen, und ihr Leben weiter glücklich führen. Ich weiss einfach nicht, wie sie dies machen.

Vermutlich auch schwierig zu beantworten  Zwinkernd
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Reica
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Deutschland
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Re: Leben mit einer Bedrohung
Antwort #1 - 15.03.2009 um 17:27:32
 
Hallo Mikel,

als Pm kenne ich mich ein wenig mit dem Thema Trauma aus. Das ist genau das was die Schüler und auch die Lehrer erlebt haben, ein tiefes Trauma.
Nun kommt es darauf an inwieweit den Beteiligten des Amoklaufes geholfen werden kann und inwieweit sie Hilfe annehmen.

Jeder Mensch verarbeitet ein Trauma anders, es kommt immer darauf an wie stabil die Psyche des einzelnen ist. Den Psychich labileren wird das alles sicher weit mehr zu schaffen machen als denen die mehr Stabilität in ihrer Psyche haben. Hilfe ist in Wenningen vor Ort, sie muss nur genutzt werden  Smiley

Liebe Grüße von Reica
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Mikel
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Beiträge: 34

Re: Leben mit einer Bedrohung
Antwort #2 - 17.03.2009 um 17:04:48
 
aber ich frage mich, wieso die einten eine stabilere psyche haben und die andern nicht. das heisst schlussendlich der eine hat glück der andere pech. dann glaub ich aber vor allem, dass die psyche davon abhängt, wie lieb die eltern zu ihrem kind gewesen sind, als es noch klein war. sonst wäre ja die ganze sache unfair.
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Reica
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Beiträge: 16
Deutschland
Geschlecht: female
Re: Leben mit einer Bedrohung
Antwort #3 - 19.03.2009 um 04:40:24
 
Guten Morgen Mikel,

das hat jetzt mit dem Thema Bindung und Ur- Vertrauen zu tun.

Ein Kind baut in seinen ersten Lebensjahren Bindung und Vertrauen auf. Das erste Vertrauen nennt man Ur- Vertrauen. Bindung entsteht, in erster Linie, zu den Eltern, da diese die direkten Bezugspersonen sind.

Kommt es jetzt zu einem abruptem Bindungsabbruch (z. B. durch den Tod der Mutter die das Kind hauptsächlich versorgt hat),  ist es möglich dass das Kind sein Ur- Vertrauen verliert und evtl. sogar Verlustängste entwickelt die ein Leben lang anhalten können.

Gerade als Pm erlebe ich es immer wieder das Kinder, selbst wenn sie schon im ersten Lebensjahr aus ihrer Hf geholt wurden, mit den Jahren sehr viele Psychische Probleme bekommen weil sie in den ersten Lebensmonaten emotional nicht richtig versorgt wurden.

Man denkt leichtfertig: "Je kleiner ein Kind ist, umso weniger bekommt es von seiner Umwelt mit", aber leider ist dem nicht so.

Laut Statistiken sind die ersten 18 Monate bis 3 Jahre (da streiten sich die Statistiker noch  Zwinkernd ) für den späteren Lebensweg des Kindes prägend. Was soviel heißt wie:

Wenn ein Baby mind. die ersten eineinhalb Lebensjahre Personen um sich hat die sich KÜMMERN (das müssen nicht zwingend die Le sein) und VERSORGEN dann hat es dieses Baby auf seinem späteren Lebensweg einfacher. Einfacher in der Schule (das KÜMMERN beeinflusst auch die Intelligenz), einfacher im Umgang mit den Mitmenschen, sein Selbstbewusstsein ist gestärkt und es hat Vertrauen in seine Leistungen, in das was es kann.

Klingt einleuchtend, sicher, aber dieses Thema ist sehr Komplex und man kann viel darüber Diskutieren und  sogar Streiten.
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Mikel
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Re: Leben mit einer Bedrohung
Antwort #4 - 19.03.2009 um 20:55:25
 
danke für deine ausführliche antwort.

aber dann läuft es in unserer gesellschafft recht sch***e, denn die meisten eltern sind voll berufstätig und übergeben ihre kinder an kitas, was ich nicht gut finde. gut dort hat das kind meist ein anregendes umfeld, doch dorthin kommen ja schon 3-monate alte babys.
ich glaube vielmehr, das mit dem karrierendenken der eltern hat dazu geführt, dass kinder haben nichts wertvolles mehr ist, sondern meist nur ein anhängsel des arbeitsleben. ich kenne viele familien, die genau so leben, wie ich eben beschrieben habe.

man sollte sich wieder darauf zurückbesinnen, dass ein elternteil zu hause bleibt und sich um die kinder kümmert. hier unterstütze ich den staat nicht, der solches ansinnen noch materiell fördert. nein danke. das ist zwar gut für leute, die beide arbeiten müssen wegen den tiefen Löhnen, aber nicht für die normalverdiener.

dies war eine meinung von mikel
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StarkerMann
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Re: Leben mit einer Bedrohung
Antwort #5 - 11.07.2009 um 18:52:50
 
Jaa
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